Einfach mal so hingeschrieben: es bahnt sich was an in Lateinamerika. Da ist dieser Putsch in Honduras und die Doppelstrategie der USA, einerseits "heimlich" den Putsch vorbereitet und unterstützt zu haben, und sich andererseits "offiziell" von ihm zu distanzieren.
Dummerweise spricht sich das allmählich herum. Witzig. Da hat sich was geändert in der Welt. So was spricht sich jetzt rasend rum.
Was aber bezwecken sie mit dem seltsamem Spiel? Und die EU auch noch: distanziert sich von der Putschregierung, beschwört aber eine einvernehmliche, "friedliche" Lösung.
In Nicaragua scheint die Revolution irgendwie neu zu erwachen. Daniel Ortega balaciert zwischen einen "honorigen" Image (plus kastenüblichen Skandalen) und "revolutionärer Rhetorik" an der Seite von Chavez.
Und just gerade richten die USA auch noch vier Militärstützpunkte in Kolumbien ein. Kolumbien ist ja der Musterstaat der USA in Lateinamerika: Oberschichten-Scheindemokratie kombiniert mit massivem Paramilitärs-Terror (die Medien berichten natürlich immer nur vom schönen Schein, wenn überhaupt). Schien bis jetzt ja im Sinne der USA "perfekt". Oppositionsparteien können sich wegen der Todesschwadronen nicht rühren, da ihnen sonst die Kandidaten weggeschossen werden (5000 seit 1987), das ganze wird als "Demokratie" verkauft. Dummerweise gibt es da noch die FARC-EP in den Wäldern, die sich so gar nicht ausrotten lassen will, egal wie oft ihr naher Untergang gemeldet wurde.
Die FARC als älteste Guerillia Lateinmerikas kann gar nicht ausgerottet werden, denn selbst als Legende würde sie immer neu entstehen. Daß die Drogenmafia im Prinzip die Regierung stellt, hat sich zwar noch nicht herumgesprochen bis ins Hirn eines Durchschnittsbürgers in Deutschland (über so was berichten Medien ja schließlich nicht), aber das hilft im Lande Kolumbien selbst wenig.
Rings ums Todesschwadronen-Musterländle herum rumorts, und die USA planen vier Militärstützpunkte dort.
Schwimmen vielleicht Felle davon?
Gewiss, es ist ein guter Zeitgewinn, einen Mitte-Rechts-Mann wie Zelaya in Hunduras "nach links rücken" zu lassen, um ihm die Sympathien der Volksmassen zu sichern. Aber dummerweise sind diese Volksmassen trotzdem auf der Strasse, trotz Zelaya, und vorderhand sogar wegen Zelaya.
Mir kommt es so vor, als ob die USA mit ölgetränkten Lumpen Flammen zu ersticken versuchen, die dann genau diese Öllumpen entzünden.
Dumme Sache für den US-Imperialismus, eine gute Sache für die Volksmassen in lateinamerika, für die Mestizen, die Indios, die Mulatten, die Arbeiter und Landarbeiter, die von jeher aus den politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen waren, entweder durch Militärdiktaturen, oder durch Todesschwadronen-Scheindemokratien.
Es bahnt sich etwas an in Lateinamerika.
nemetico - 22. Jul, 00:19
Ureinwohner Perus demonstrieren für die Rettung ihres Regenwaldes und die "demokratische" peruanische Armee lässt schiessen.
Bitte lesen und verbreiten:
Weitere Informationen:
http://amerika21.de/nachrichten/inhalt/2009/jun/massaker-825464-peru/

nemetico - 10. Jun, 04:34