Erdöl

Dienstag, 28. Juli 2009

Wo kommt das Erdöl her?

Was für eine Frage, das "weiß doch jedes Kind".
Wirklich?
Ich erinnere mich noch sehr gut an die 70er Jahre und die Ankündigung, dass die Weltreserven am "fossilen Brennstoff" Erdöl spätestens nach 20 Jahren zur Neige gehen würden.
Letztes Jahr sprengte der Anstieg des Spritpreises alle Dimensionen. Ich stellte mein Auto auf Pflanzenölbetrieb (Raps) um. Heute ist Rapsöl wesentlich teurer als Diesel, die Spritpreise sind wieder gefallen.
Nein, eigentlich habe ich wenig Ahnung von Geologie. Aber mir fiel schon früh auf, dass die Herkunft des Eröls aus "abgestorbenen Meeresorganismen wie Algen", nicht unumstritten ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l#Entstehung
Die Würdigung anderer "abiotische" Erklärungsansätze etwa durch wikipedia kommen mir seltsam vor.
Alternative Ansätze
Andersartige Theorien zur Erdölentstehung vermuten die Ursprünge des Erdöls direkt im Erdmantel und der tieferen Kruste. Sie schließen die Beteiligung von fossilen Lebewesen bei der Entstehung aus(*) und beruhen somit allein(*) auf abiotischen Faktoren. Diese Theorien gelten nach derzeitigem Kenntnisstand als überholt und haben nur noch historischen Wert. In der Sowjetunion war die abiogenetische Theorie nach Nikolai Kudryavtsev in den 50er-Jahren populär. Es gibt gegenwärtig nur noch wenige Personen, die solche Ansätze vertreten[4], unter anderem da alle bis heute gemachten Ölfunde auf fossilem biotischem Ausgangsmaterial basieren. Abiotische Entstehungstheorien gelten als wissenschaftlich exotisch und werden mitunter als pseudowissenschaftlich bezeichnet.

(*) = wenn sie die folgenden Texte lesen, werden Sie feststellen, dass alle mit (*) markierten Behauptungen sachlich falsche Unterstellungen sind.

Was ist daran merkwürdig?
Nun, der prominenteste und wichtigste Vertreter der abiotischen Erdölentstehung wird in diesem Absatz gar nicht erwähnt, und das, obwohl es einen eigenen wikipedia - Artikel über diesen Mann gibt. Es handelt sich um den US-Amerikaner Thomas Gold:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Gold
Thomas Gold (* 22. Mai 1920 in Wien; † 22. Juni 2004 in Ithaca, New York) war ein US-amerikanischer Astrophysiker österreichischer Herkunft, der wie Fred Hoyle durch unorthodoxe Meinungen auf den verschiedensten Gebieten bekannt wurde. Seine Arbeitsgebiete waren Astrophysik und Radioastronomie.
Thomas Gold war alles andere als ein weltfremder Spinner.
Gold war 1968/69 der erste Physiker, der gleich nach ihrer Entdeckung hinter Pulsaren rotierende Neutronensterne vermutete, seine berühmteste Entdeckung. Zunächst lehnte jedoch eine Fachkonferenz seinen entsprechenden Vortrag als so absurd ab, dass man dies noch nicht einmal als diskussionswürdig erachtete.
Interessant.
Da viele seiner Thesen zunächst in der Fachwelt angefeindet wurden, entwickelte er eine kritische Haltung zum wissenschaftlichen Peer-Review-System, hinter dem er einen „Herdeninstinkt“ sah.
Zum Peer-Review-Verfahren schreibt wikipedia:
Das Peer-Review-Verfahren wird überwiegend aus zwei Gründen kritisiert:
1. Es dauert oft zu lange, meist etliche Monate. In manchen Bereichen können gar leicht zwei oder mehr Jahre vergehen, bis ein Fachartikel erscheint - besonders dann, wenn er aufgrund von Einwänden der Gutachter vor der Veröffentlichung überarbeitet und dann nochmals überprüft werden muss.
2. Es ist möglich, dass abweichende Forschungsansätze negativ beurteilt werden, wenn das Fachgebiet von einigen Experten dominiert wird, die neue abweichende Meinungen unterdrücken.

Hochinteressant. Zudem ist auch einleuchtend, dass Forschungsansätze schwer verformt werden können, wenn mächtige wirtschaftliche Interessen ihre Finger im Spiel haben. Im Falle des Erdöls erscheint es mir einleuchtend, dass erhebliche und sehr machtvolle wirtschaftliche Interessen mit im Spiel sind.
Das alles zur Betrachtung der Rahmenbedingungen.
Zurück zu dem wissenschaftlichen Genie Thomas Gold (in Anbetracht seiner Lebensgeschichte muss man den Mann so bezeichnen):
Seine letzten Kontroversen focht er auf geologischen Gebiet aus. Gold vermutete die Entstehung von Erdöl und Erdgas nicht wie nach gängiger Lehrmeinung durch Zersetzung organischen Materials unter anaeroben Bedingungen, sondern vermutete, dass große Mengen Kohlenwasserstoffe seit Entstehung der Erde in großen Tiefen vorhanden waren und beim Entweichen in der Erdkruste die – nach seiner Ansicht damit fast unerschöpflichen – Erdgas- und Erdöllagerstätten bildeten („Deep Earth Gas Hypothesis“). Unter anderem führte er die Entstehung von Erdbeben auf aufsteigende Gase zurück. Später wandelte er seine Theorie dahingehend ab, das die gesamte obere Erdkruste bis ca. 10 km Tiefe von Bakterien oder Archaeen besiedelt sei („Deep hot biosphere“). Bei Öl und Gas auf der Erde handele es sich um Stoffwechselprodukte von kohlenwasserstoffverwertenden, thermophilen und druckresistenten Bakterien in der Erdkruste.[6] [7] Seine Hypothese versuchte er 1986 bei einer Probebohrung in Schweden (in einem alten Meteoritenkrater) zu beweisen, die aber wegen ungünstiger Umstände nicht die erforderlichen eindeutigen Nachweise liefern konnte. Während seine Erdöl-Entstehungstheorie von der Mehrheit der westlichen Geologen nicht beachtet wird, mehren sich für die Existenz von Mikroorganismen in großer Tiefe die Belege.[8] [9] [10] Ebenso bestätigt wurde der Abbau von Kohlenwasserstoffen durch anaerobe Mikroorganismen.
Oho. Das klingt aber ganz anders als der Absatz im Erdöl-Artikel von wikipedia, wo alternative Erklärungsansätze zur Entstehung von Erdöl (statt dass es aus "abgestorbenen Meeresorganismen wie Algen" entstanden sei) ausschließlich abwertend qualifiziert wurden ("gelten nach derzeitigem Kenntnisstand als überholt und haben nur noch historischen Wert", "Es gibt gegenwärtig nur noch wenige Personen, die solche Ansätze vertreten", "wissenschaftlich exotisch", "pseudowissenschaftlich").
Nun fallen mir folgende aktuellen Meldungen ins Auge.
Ria Nowosti berichtet:
Neue Beweise für mineralische Herkunft des Erdöls - Studie
Ich zitiere.
Die Bestandteile des Erdöls stammen nicht aus Resten von Pflanzen und Mikroorganismen, wie bisher angenommen wurde, sondern aus Kohlenstoff und Wasserstoff, die bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck in den oberen Schichten des Erdmantels Methangas und verschiedene schwerere Kohlenwasserstoffe gebildet haben konnten.
Diese Auffassung vertreten die Autoren eines Beitrags, der in der amerikanischen Zeitschrift "Nature Geoscience" veröffentlicht wurde.

Aha. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Publikation und keine UFO-Seite.
Ein Forscherteam unter Leitung von Alexander Goncharov vom Geophysikalischen Labor des Carnegie-Institutes in Washington hatte ein Experiment unter Einsatz von Diamant-Ambossen durchgeführt, die einen enormen Druck aushalten können.
Methangas - der einfachste Kohlenwasserstoff und Hauptbestandteil des Erdgases - wurde einem Druck von 20 000 Atmosphären ausgesetzt und auf 700 bis 1500 Grad Celsius erhitzt (solche Temperaturen kommen laut den Geophysikern in den oberen Schichten des Erdmantels vor).

Erdöl besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffen wie wir wissen.
Anhand einer Spektralanalyse wurde festgestellt, dass das Methangas unter Einwirkung hoher Temperaturen schwere Kohlenwasserstoffe - Etan, Propan und Butan sowie Wasserstoff und Kohlenstoff - bildete. Ein gleiches Experiment mit dem schweren Kohlenwasserstoff Etan ergab Methangas.
Diese reversiblen Reaktionen sprechen dafür, dass die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen und die Bildung von Wasserstoff und Kohlenstoff keine organischen Ausgangsstoffe erfordern.

Und die Schlussfolgerung:
Somit wurde bewiesen, dass der schwere Kohlenwasserstoff Erdöl nicht aus komplizierten organischen Molekülen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, sondern direkt aus Methangas entstanden war.
Auch telepolis wartet heute mit einem entsprechenden Artikel auf. Der Autor Matthias Gräbner bezieht sich auf die gleiche Versuchsserie wie Ria Nowosti.
Unter diesen Voraussetzungen reagierten Methanmoleküle miteinander zu Ethan, Propan und Butan – und umgekehrt verwandelte sich Ethan wieder in Methan. Die Reversibilität des Prozesses zeigt, dass offenbar keine Katalysatoren beteiligt sind und der Prozess nur thermodynamisch gesteuert wird.
Zu Recht warnt Gräbner aber auch:
Einen kompletten Beweis für eine mögliche Entstehung "fossiler" Brennstoffe im Erdinneren haben die Forscher damit allerdings noch nicht erbracht. Zunächst wäre zum Beispiel zu klären, ob es möglich ist, dass die Kohlenwasserstoffe auf ihrem Weg in die Erdkruste stabil bleiben und nicht zu Kohlendioxid oxidieren. Außerdem würden auch nie versiegende Lagerstätten ein viel größeres Problem nicht lösen: Die zunehmende Anreicherung unserer Atmosphäre mit den Produkten ihrer Verbrennung. Die Menschheit könnte dann nur eben mit Vollgas in die Klimakatastrophe rasen.
Die Frage, ob es überhaupt eine drohende Klimakatastrophe gibt, will ich hier nicht erörtern. Klar muss sein, dass auch die abiotische Erdölgenese keine Umweltzerstörung rechtfertigen darf.
Doch das wirft die Frage auf, wer überhaupt von der biotischen Hypothese (Erdöl aus Algen) der Erdölentstehung profitiert. Denn offensichtlich tangiert diese Frage keineswegs nur die Geologie, sondern in erheblichem Umfang Wirtschaft und Politik.
Der Hinweis auf versiegende Erdölvorräte hat schon mehr als einmal dramatisch ansteigende Spritpreise gerechtfertigt.
Und die gutgemeinten Bestrebungen, erdölbasierende Treibstoffe durch pflanzliche zu ersetzen, führte auch schon dazu, dass sich etwa in Mexiko das Grundnahrungsmittel Maismehl dramatisch verteuerte.
Offensichtlich ist kaum eine naturwissenschaftliche Frage so durch kapitalistische Interessen (die sich auch wandeln können) so überbestimmt wie die Frage nach der Erdölentstehung. Auch aus "Energiesparen" wird ein Geschäft gemacht und wie mit allem der Profit der Konzerne maximiert.
Doch zurück zu der offensichtlich heiklen Frage der Entstehung von Erdöl.
Zugespitzt ist es nämlich sehr wohl ein fundamentaler Unterschied, ob Erdöl ein fossiler Brennstoff ist, der irgendwann zur Neige geht, oder ob es sich um einen immer wieder im Erdmantel entstehenden gewissermaßen nachhaltigen Brennstoff handelt. Welche Antwort auch immer richtig ist, da stecken die Interessen einer der mächtigsten Industrien der Welt einfach mit drin. Wissenschaftliche Objektivität ist da wenig zu erwarten, auch von Geologen, denn auch diese werden von irgendwem bezahlt.
Und angesichts dessen ist es sehr wohl angebracht zu fragen, warum die abiotische Hypothese so schlecht geredet und geradezu geächtet wird.
Ich, der ich von Geologie wenig verstehe, und geologische Texte auch nur staunend lesen kann, frage mich: welche Interessen wirken da hinein?
Dann lese ich solche Dinge im Kommentarfeld des wallstreet-online Journals:
In der UDSSR zum Beispiel war die abiotische Ölentstehung jahrzehntelang Lehrbuchweisheit. Seit der Übernahme des ehemaligen Ostblocks und vor allem seiner Ölindustrie jedoch sind die entsprechenden Bücher aus den Bibliotheken entfernt worden.
Oder
Es ist offensichtlich, dass die Ölindustrie selber die Theorie der fossilen Treibstoffe schon seit Jahrzehnten als nicht mehr relevant betrachtet. Wie sonst ist es erklärbar, dass die immensen Ölfelder in der Nordsee jemals gesucht und gefunden wurden? Es gibt dort keine mächtigen Sedimentformationen, in denen sich Erdöl hätte bilden können.Und warum sonst bohren die Firmen 5600 Meter unter die Erde, wie südlich von New Orleans, wo man in dieser Tiefe ein Ölfeld („Thunder Horse“) fand, das mindestens eine Billion Barrel Öl enthält?
Und eine solche Schlussfolgerung erscheint mir dann fast zwingend:
Nur durch die Theorie von der Knappheit des Öls ist verständlich, dass bei Produktionskosten von oft weit weniger als 10 US$ pro Barrel der Weltmarktpreis etwa das Siebenfache ausmacht, ohne dass sich die Allgemeinheit dagegen zur Wehr setzt.
Nochmals: ich plädiere jetzt nicht etwa im Umkehrschluss dafür, Treibstoffe weiterhin zu verballern. Allein schon die Preise sprechen dagegen.
Aber ist das ganze nicht sehr merkwürdig?
Auch die FAZ schrieb schon 2004 über die Fragwürdigkeit der biotischen Erdölgenese-Hypothese.
27. September 2004 Eine umstrittene Hypothese zur Entstehung von Kohlenwasserstoffen hat durch die Ergebnisse von Versuchen in einem Hochdrucklabor neuen Auftrieb erhalten. Danach stammt ein großer Teil des Erdgases nicht aus dem Zerfall abgestorbener organischer Materie, sondern könnte sich "abiotisch" bei der chemischen Umwandlung herkömmlicher Gesteine unter großem Druck und bei hoher Temperatur in der tiefen Erdkruste gebildet haben. Einer amerikanischen Forschergruppe ist es jetzt gelungen, unter Laborbedingungen Methan aus Eisenoxyd, Kalkspat und Wasser zu erzeugen.
Hm. Und über die landläufige biotische Entstehungshypothese lese ich wiederum:
Unbewiesene Behauptungen seit Jahrhunderten
Im Jahre 1757 postulierte der russische Geowissenschaftler Mikhailo Lomonossov erstmalig, dass Erdöl "fossilen Treibstoff" darstelle. Seine Hypothese, basierend auf seinen eigenen Beobachtungen und der dürftigen wissenschaftlichen Kenntnis seiner Zeit, lautete: "Erdöl stammt aus den winzigen Körpern von Tieren, die in Sedimenten eingeschlossen unter hohen Drucken und Temperaturen sich über unvorstellbar lange Zeiträume in Erdöl umwandelten."

Und seitdem gabs offenbar nix neues.
Ein Paragraph in der Encyclopedia Britannica befasst sich mit der Herkunft von Öl und hat folgendes prosaisches Ende: "Trotz des enormen Volumens wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit Erdöl befassen, verbleiben viele unbeantwortete Fragen hinsichtlich seiner Herkunft." Was wird hier also gespielt? Kann es sein, dass eine seit Jahrhunderten unbewiesene Theorie als Basis der grundlegendsten ökonomischen Entscheidungen auf der Welt verwendet wird? Es geht hier letztlich um einen Rohstoff, ohne den unsere Zivilisation nicht auskommt. In den Einführungsvorlesungen des Faches Öltechnologien hören Studenten, dass Erdöl der Rohstoff für etwa 70.000 industrielle Produkte ist; diese umfassen neben vielen anderen Pharmazeutika, synthetische Fasern, Düngemittel, Farben und Lacke, Acryl, Plastik und Kosmetika. All dies ist faktische Information.
Aber wenn die Studenten dann im Hörsaal nebenan in die Geologie des Erdöls eingeführt werden, dann ergießt sich über sie ein Redeschwall der Phantasie, der im Wesentlichen nichts anderes ist als ein Aufwärmen von Lomonossovs alter Hypothese, dass Öl von Fossilien stamme.

Hm.
Und weiter.
Thomas Gold: Biosphäre der heißen Tiefe, edition steinherz 2000, ISBN 3-98073780-2
Warum füllen sich Erdölvorkommen trotz Ausbeutung immer wieder auf und werden uns so schnell nicht ausgehen? Ist Erdöl, Kohle und Erdgas wirklich aus verrottetem Pflanzenmaterial? Wie sieht es aus um die Ursprünge des Lebens in der Tiefe und überhaupt? Heiße Antworten zu brennenden Themen liefert Prof. Thomas Gold, ehem. Harvard-Uni, Mitglied der Royal Society und US National Academy of Science, in Deutschland auch durch seine Interviews im Wissenschaftsmagazin von Pro 7 bekannt, mit seinem Wissenschaftsschocker. Ergebnis: Es gibt sozusagen unendlich Erdöl und Erdgas als Energieträger. Die Energiekrise der 70er war ein Marketingtrick der Erdölmultis für höhere Preise mit weniger Leistung. Das räumt auf mit dem ängstigenden Ressourcenpanik des Club of Rome und seiner weltverbessernden Jünger. Außerdem entspricht das den neuesten Entdeckungen rund um die jüngst entdeckten energiereichen Methanhydrat-Eis-Vorkommen am Meeresgrund (s. auch www.ipp.mpg.de), für die Dr. Erwin Suess, Dir. des maritimen Forschungszentrums Geomar, Kiel mit dem Philip Morris Forschungspreis 2002 ausgezeichnet wurde. Lesen!
Und auch die Forschungen von Henry Scott, Assistenzprofessor für Geophysik an der Universität von Indiana in South Bend, 2004 in den Abhandlungen der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) publiziert, stützt Golds Thesen: Ein erdmanteltypisches Gemisch aus Eisenoxid, Kalkstein und Wasser wurde auf 500 bis 1500 Grad Celsius, entsprechend den Bedingungen in 150 bis 200 km Tiefe, aufgeheizt. Darauf verband sich der Kohlenstoff aus dem Kalkstein mit dem Wasserstoff aus dem Wasser zu stabilem Methan, aus dem sich Mineralöl und Steinkohle unter Aufnahme weiterer Mineralstoffe bilden kann, vgl. www.welt.de/data/2004/09/21/335373.html Amazon.de, auf einen Blick: Biosphäre der heißen Tiefe Wie Erdöl entstanden ist Weitere Belege für Golds These: Uranium Power Corporation - News Releases - Mon Jan 20, 2003

Ich bin wie gesagt kein Geologe. Aber als ausgebildeter Wissenschaftler vermag ich schon einzuschätzen, was in anderen Wissensgebieten so passiert. Mir fällt auf, dass die Vertreter der abiotischen Erdölentstehung mit zahlreichen Fakten, Fussnoten und Verweisen aufwarten, während die Gegenseite meist sehr schwach mit Diffamierung, relativ unwissenschaftlichen Pejorisierungen und sogar sachlich falschen Unterstellungen (siehe zitierten wikipedia-Artikel) arbeitet.

Weitere Orientierung und Recherche ist angesagt.
Aber in einem bin ich mir sicher: das Thema ist wichtig und es ist keineswegs ein rein geologisches.

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